Was mir das Liebesbündnis bedeutet

Mein Liebesbündnis ist nun seit 5 Jahren ein fester Bestandteil meines Alltags und aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

Vor 5 Jahren war mein erster Gedanke, als eine Freundin erzählte, dass sie vor ihrem Auslandsjahr gerne ihr Liebesbündnis schließen würde, erstmal „Och ja, das könnte ich ja auch mal tun.“ Zugegebenermaßen wusste ich damals nicht so wirklich, was das für mich eigentlich bedeutet. Aber gut, gesagt- getan und so schloss ich nach einer kurzen Vorbereitung das Liebesbündnis hier im Borkener Heiligtum. Wie wichtig mir das Liebesbündnis dann wurde, kam dann erst so mit der Zeit. Ich bin Trägerin geworden und wurde somit in der Mädchenjugend aktiv. Und ich durfte immer öfter erfahren, wie mich das Liebesbündnis mit der Gottesmutter trägt. Angefangen mit der Fahrprüfung und den Abiklausuren, aber auch mit den kleinen Fallen des Alltags, in denen ich mich überfordert gefühlt habe und dann mal schnell ein Stoßgebet nach oben schicken konnte. Oder in den Situationen, in denen ich zweifelsohne die Gottesmutter vermute- weil sie ohne ihr Mitwirken mit Sicherheit anders ausgegangen wären.

Liebesbündnis heißt für mich aber auch Vertrauen lernen- auch wenn das nicht immer leicht ist und ich manchmal das Gefühl habe, dass keine Hilfe kommt. Aber manchmal will mich die Gottesmutter vielleicht auch testen, ob ich wirklich vertraue- selbst, wenn die Rettung wirklich erst in der letzten Sekunde kommt.

Neben dem Vertrauen in den größeren und kleineren Alltagssorgen gibt das Liebesbündnis mit der Gottesmutter mir aber vor allem ein: die Gewissheit, dass ich keinen Schritt meines Lebens alleine tue. Die Gottesmutter ist mir dabei ein Vorbild- irgendwann habe ich mir angewöhnt mich im Stillen zu fragen, wie die Gottesmutter jetzt etwas anpacken würde. Bei meiner Arbeit wird das oft ganz konkret: ich arbeite in einer Förderschule. Neben herausfordernden Situationen mit den Schülern dort gibt es auch oft Situationen im Kollegium, in denen ich meinen Standpunkt vertreten muss. Sei es bei einer Lästerrunde auf dem Schulhof, in der ich dann überlegen muss, wie ich reagiere, oder in einem Gespräch, in dem etwas infrage gestellt wird, wovon ich eigentlich überzeugt bin. Kurze Frage „Gottesmutter, was würdest du jetzt tun?“ und dann kann ich mich der Situation beruhigt und gestärkt stellen, weil ich weiß, dass ich da nicht alleine durch muss, denn Maria trägt mich.