Heiligtumstour zum Kleinen Paradies

Die Teilnehmerinnen der Heiligtumstour 2019 im "Kleinen Paradies" in Heiligenstadt (Foto: Rebecca Knoblauch)

Die Teilnehmerinnen der Heiligtumstour 2019 im "Kleinen Paradies" in Heiligenstadt (Foto: Rebecca Knoblauch)

Lieske Imwalle. Vom 8. bis zum 11. Juni gingen Mitglieder der SchönstattMJF (Schönstatt-Bewegung Mädchen/Junge Frauen) aus den norddeutschen Diözesen auf „Heiligtumstour“. Das Ziel, der in diesem Jahr kleinen Gruppe, war das Schönstattzentrum „Kleines Paradies“ in Heiligenstadt.

Los ging die Reise beim Treffpunkt in Hamm, von wo alle zusammen nach Heiligenstadt fuhren. Schon am ersten Abend wurde mit Hilfe eines digitalen Kaminfeuers für die richtige Atmosphäre gesorgt. Durch neue spannende Kennenlernspiele erfuhren die einzelnen noch mehr über einander und bei dem Spiel „Glückwärts“ kam bei so mancher der Ehrgeiz zum Vorschein.

Es gab bei dieser Heiligtumstour Einheiten zum Thema Herzensheiligtum, über das eigene Hausheiligtum und das Liebesbündnis bei denen die Teilnehmerinnen auch kreativ werden konnten. Es wurde sich rege ausgetauscht und jede konnte neue Impulse und Gedankenanregungen mitnehmen.

Gruppenfoto mit Frau Böhning (Foto: Mareike Imwalle)

Gruppenfoto mit Frau Böhning (Foto: Mareike Imwalle)

Aussichten genießen beim Wandern (Foto: Mareike Imwalle)

Aussichten genießen beim Wandern (Foto: Mareike Imwalle)

„Ohne Gebet kann nichts werden.“

Beeindruckt waren alle von den Erzählungen von Frau Böning, die am Sonntag zu Besuch gekommen war. Sie erzählte, wie sie mit ihrem Mann zur Schönstatt-Bewegung gekommen ist und von den Lebensverhältnissen in der DDR. Allen imponierte, wie fest sie und ihre Familie immer zu ihrem Glauben und ihren Überzeugungen stand und sich trotz Repressalien nie den Mut nehmen ließ. Auch was der Bau eines Heiligtums bedeutet, machte Frau Böning sehr deutlich, ihr Satz: „Ohne Gebet kann nichts werden.“ ging einigen noch nach. Genau wie ihr Wunsch an die heutige Jugend: „Dass ihr zu eurem Christ-Sein steht und euch vor allem als Schönstätter nicht versteckt, sondern euren Glauben mutig zeigt.“ Wie viel Kraft ihr der Glaube und das Liebesbündnis auch heute noch geben, war für alle spürbar.

Wandern, Gebet und Gottesdienst

Wo die norddeutschen Flachlandtiroler Berge wittern, muss natürlich auch gewandert werden und das wurde mit Unterstützung aus der MJF Erfurt an einem Nachmittag auch fleißig getan. Laut singend wurden die Gipfel erklommen und die Aussicht auch mal still genossen.

Zeiten des Gebetes durften auch nicht zu kurz kommen und so wurde in den Pfingsttagen in Heiligenstadt viel gesungen, Anbetung gehalten und das Liebesbündnis erneuert. Die heiligen Messen vor Ort durften mitgestaltet werden und für jede gab es persönliche, stille Momente im Heiligtum.

Der Dienstag war schon der Abreisetag, der trotzdem gemütlich mit einem Frühstück begann. Nach dem Packen gab es noch ein Abschlussgebet im Kappelchen und es wurde Lebewohl gesagt. Somit war wieder ein wunderbares Treffen vorbei, von dem alle viel mitnehmen konnten.